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Aber jetzt ganz von vorne (Teil 4)
Lassen Sie mich also Sonatis vorstellen, einen elektronischen Musikleser mit einem papierähnlichen Bildschirm, nicht mehr und nicht weniger. Ein Gerät, mit dem Sie den Papierverbrauch reduzieren können, das schlank, leicht und extrem haltbar ist und Sie als Musiker in Ihrer Umgebung unterstützen kann.
Der Name Sonatis wurde sorgfältig ausgewählt und soll symbolisieren, dass eine auf dem Bildschirm angezeigte Information einen Benutzer dazu anregt, diese Informationen entweder über ein Musikinstrument oder über seine Stimme in Musik zu verwandeln.
Das Gerät ist als Ergänzung zu Ihren anderen Geräten gedacht. Alles, was Sie tun müssen ist; Sie packen die Tasche, gehen zu den Chorproben, zum Gig oder setzen sich an Ihren Flügel. Dort nehmen Sie das Gerät aus der Tasche, drücken eine Taste, öffnen die Datei und beginnen mit dem Musizieren. Genauso wie Sie es tun würden, wenn Sie Papiernoten verwenden.
Wir haben konsequent alles reduziert, was außerhalb der Leseerfahrung von Papier liegt. Unser Fokus ist es, ein Gerät auf den Markt zu bringen, dass es einem Musiker ermöglicht, Musiknoten wie auf Papier anzusehen. Sie können Sonatis nach Gebrauch einfach stehen lassen. Es hat keinen Aus-Schalter. Da nur Strom verbraucht wird, wenn Sie eine Taste drücken, also einen Seitenwechsel durchführen, schaltet sich das Gerät nach kurzer Zeit einfach ab, merkt sich aber vorher noch auf welcher Seite Sie zuletzt gewesen sind. Sie können nach Belieben an derselben Stelle irgendwann einfach weitermachen.
Damit das auch alles so funktioniert haben wir uns für ein geschlossenes System entschieden.
Um Ihnen das beste Leseerlebnis zu bieten, verwenden wir als Dateibasis das bekannte PDF-Dateiformat. Über ein frei verfügbares Softwaretool können Noten, Leadsheets oder Setlisten mittels Drag&Drop zusammengestellt und frei sortiert werden. Sobald die Liste mit den PDF-Dateien einen Namen bekommen hat, werden diese in ein nur von Sonatis lesbares Format umgewandelt und als Zip-Datei angezeigt. In einem letzten Schritt wird die Zip-Datai auf der mitgelieferten SD-Karte entpackt. Nur noch die SD-Karte in Sonatis stecken und es kann losgehen.
Aber jetzt ganz von vorne (Teil 3)
Es war an der Zeit darüber nachzudenken, wie ein optimales Gerät zur digitalen Darstellung sozusagen als Ersatz für bedrucktes Papier aussehen könnte. Einer der wichtigsten Aspekte dabei war die Auswahl des richtigen Displays in der optimalen Größe.
Wer in Europa mit Papierdokumenten arbeitet, muss sich mit DIN A4 beschäftigen. Wenn Sie eine Kopie erstellen oder ein Dokument scannen, hat dies eine DIN-Größe. Das Verhältnis von Breite zu Höhe beträgt 1:√2. Dadurch wird sichergestellt, dass beim Falten eines DIN-A4-Papiers auf die halbe Größe das neue Format dann DIN A5 ist und auch wieder das gleiche Seitenverhältnis hat.
Leider entsprechen die verfügbaren Bildschirmgrößen nicht exakt der DIN-Norm. Eine mit DIN A4 vergleichbare Anzeigegröße wäre 13,3 Zoll. So viel dazu.
Marktstudien haben gezeigt, dass bereits einige Anbieter uns Musikern die Transformation hin zu digitalen Noten ermöglichen. Sie verwenden die führende Technologie von E-Ink, ein papierähnliches elektronisches Papierdisplay (EPD) mit kontrastreicher Oberfläche für ein leicht lesbares Ergebnis. Sie alle bewerben einen dauerhaft niedrigen Energieverbrauch, da gerade diese EPD-Technologie in einer statischen Umgebung den Stromverbrauch einfrieren kann. Das heißt, wenn sich auf dem Display nichts bewegt, sollte ein vollständig aufgeladener Akku seine Ladung ewig halten können, rein theoretisch, und nur für den Wechsel der Anzeige ist Strom erforderlich.
Leider wird bei den angebotenen Geräten diese Eigenschaft des niedrigen Stromverbrauchs für alle Arten von Konnektivitäten wie WLAN – Verbindungen, Bluetooth und berührbare Displays mit Schreibfähigkeit geopfert. Da diese Funktionen permanent laufen, benötigen sie auch permanent Strom. Somit geht der eigentliche Vorteil, dass man über ein stromsparendes Display verfügt völlig verloren. Vielmehr wird versucht, dem Nutzer ein schwarzweißes E-Ink Display dadurch schmackhaft zu machen, dass es über alle Funktionalitäten der gängigen TFT-Farbdisplays mit Touchfunktion verfügt.
Dabei zeigt speziell das E-Ink Display aufgrund seiner Bauart eben nicht die gewohnte Reaktionszeit auf auszuführende Gesten, wie man es bei einem Touch-Display erwartet. Aufgrund der langsamen Schaltzeit des E-Paper-Displays ist die Ausführung eines Touch-Befehls entsprechend langsamer. Gleiches zeigt sich bei der Arbeit mit dem Internet. Ohne störende ruckartige Bewegungen laufen Filmsequenzen nicht ab.
Die Stärken eines E-Paper-Displays liegen im Bereich der hohen Kontrastschärfe. Dargestellte Seiten lassen sich von allen Seiten gut ablesen. Zusätzlich sind die Displays reflektiv und die angezeigten Inhalte auch bei Sonnenlicht gut lesbar.
Aber jetzt ganz von vorne (Teil 2)
Leider war der Übergang von analog zu digital nicht konsequent genug. Ich habe auch weiterhin immer noch Unmengen von Papier verwendet um Noten, Songtexte oder Akkorde zu lesen um mit meinem Musikinstrument zu kommunizieren.
So ist mein Archiv mit Noten, Lead Sheets und Texten im Laufe der Jahre gewachsen und hat viele Ordner gefüllt. Nicht, dass ich nicht faul war, das gesamte Papier zu scannen und zu digitalisieren, aber was sollte ich dann tun?
Ich habe angefangen, auf dem Markt nach praktischen Lösungen zu suchen.
Was ich schnell heraus fand ist, dass viele Wege nach Rom führen um das eigene Notenarchiv zu digitalisieren.
Einige Anbieter stellen Ihnen Software zur Verfügung, mit der Sie eingescannte Dokumente sortieren, ordnen, bearbeiten und anzeigen können, so dass keine Wünsche offen bleiben.
Um die Software verwenden zu können, müssen Sie das Produkt auf einem Computer, Notebook oder Tablet installieren. Leider wird wohl niemand von uns ein komplettes Hardware-Setup bestehend aus Computer, Tastatur und Monitor zu den Proben mitzuführen. Sogar der Versuch, ein Notebook auf einem Notenständer zu platzieren, kann beim Herunterfallen zum Totalschaden führen.
Praktischer sind die neuen Tablet-Computer. Leider fehlt es den meisten Produkten an der richtigen Displaygröße um Noten bequem lesen zu können. Ganz zu schweigen davon, dass die inzwischen fast unbezahlbaren und kostbaren Tablet-Computer mit Glasoberfläche niemals auf einen harten Proberaumboden fallen dürfen.
Aber jetzt ganz von vorne (Teil 1)
Vor dem Computerzeitalter war das so:
– der Songtext kam vom Schallplattencover
– für die Akkorde war das schon etwas aufwändiger. Ein Radiomitschnitt am Kassettenrekorder diente als Basis. Mittels der Schnellvor- und rücklauffunktion des Kassettengeräts konnte ich abschnittsweise herausfinden, was die Band da gerade für einen Akkord spielt und was der Sänger wohl auf Englisch singt. Heraus kam ein Textblatt mit Akkordsymbolen, wo die richtigen Akkorde zum richtigen Teil des Songtextes platziert waren.
Auf diese Weise tat ich es bis zum Computerzeitalter.
Nun konnten wir die Texte mit dem Computer bearbeiten. Wir verwendeten Scanner und Kopiergeräte und hatten ein Laufwerk zum Archivieren und ein Floppy-Laufwerk um unsere Arbeit mit anderen Musikern zu teilen.
Es wurde sogar besser, als das Internet um die Ecke kam.
Gefühlt dauert es nicht lange und ich benutzte Email, um alle möglichen Informationen mit anderen Musikern zu teilen.
Und heute? Heute ist alles möglich.
Wir finden im Internet Akkorde und Texte von wahrscheinlich jedem jemals veröffentlichten Song, so dass Anfänger viel einfacher an das Datenmaterial herankommen und schneller mit dem Musizieren beginnen können. Die Herausforderung beim Proben ist nicht die Frage, wo man den Song findet, sondern ob man genug Zeit zum Üben aufbringen kann. Es gibt sogar Software auf dem Markt, die das Lied beim Abspielen am Computer analysiert und die gespielten Akkorde erkennt. Das ist fantastisch.
Und es lebt doch …..
Hallo alle Musiker/innnen wir habe es geschafft.
Die Hardware steht mit Version 8 und die Software läuft ohne Absturz durch.
Keine Tastenpreller und keine Leseproblemen auf das SD-Laufwerk.
Kurz gesagt. Die Funktionalität ist gegeben.
Danke ans Team